die Farbe "blau"

Blaue Hunde 

Gesunde blaue Hunde kann man problemlos miteinander verpaaren.

Das Dilute-Gen (Aufheller) alleine verursacht keine Hauterkrankungen, 
es muß immer zusammen mit dem Color Mutant Alopecia Gen auftreten um
 einem Hund gefährlich zu werden. Was eigentlich auch völlig logisch ist, denn
 wäre nur das Dilute-Gen alleine für Hauterkrankungen blauer Hunde
 verantwortlich, dann hätten diese Krankheit alle blauen Hunde und es gäbe schon lange keine Rassen mehr, welche seit vielen Jahrzenten in der Farbe blau gezüchtet werden. Einzig und alleine das CMA Gen ist dafür verantwortlich und dieses Gen steckt eben NICHT in jedem blauen Hund.

Sehr viele Tierärzte beziehen jede Hauterkrankung auf CMA, sobald sie einen blauen Hund mit einem Hautproblem sehen, ohne sich die Mühe zu machen dies auch gewissenhaft abzuklären. Deshalb möchte die Uni Bern, sollte man einen Dilute-Gen Hund mit Hauterkrankung besitzen (egal welche Rasse), dass der behandelnde Tierarzt vorab wirklich alle Untersuchungen macht, um auszuschließen, dass es sich bei der vermuteten CMA nicht um eine andere Hauterkrankung handelt, da es sehr viele
 Hauterkrankungen gibt, welche ebenso zu Haarverlust führen.

Blaue Hunde die bereits 2 Jahre alt sind und kein Erkrankungsbild zeigen,
 welches auf CMA hinweisen könnte, sind gesund. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich CMA erst zu einem späteren Zeitpunkt zeigt.

Das ist äußerst beruhigend, denn wenn die Großeltern und Eltern keine Hautprobleme haben, sind sie auch höchstwahrscheinlich keine Color Mutant Alopecia Träger. Dieses Wissen macht die Selektion aller Züchter von blauen Hunden für die
 Zucht relativ einfach.

Wenn Eltern und Großeltern eines blauen Zuchthundes keine CMA Träger waren,
 so kann auch dieser Zuchthund eigentlich nicht Träger dieses Genes sein.

Züchter müssen sich lediglich die Mühe machen die Elterntiere ihrer
 Zuchthunde kennenzulernen. Sind diese gesund, über 2 Jahre alt und nicht an CMA
erkrankt, so kann der Zuchthund eingesetzt werden, da er kein CMA Träger
 ist. Somit ist auch eine dd x dd Gen Verpaarung (blau mit blau) kein Problem.

Um weiterhin gesunde, blaue Bullys zu züchten, sollte man
 gewissenhaft selektieren und verpaaren, dann steht einer gesunden Zucht von 
blauen Bullys nichts im Wege. Wie schon immer gesagt, sind blaue Bullys weder 
kranker noch gesünder als ihre normal gefärbten Verwandten. 

Die Züchtung von blauen Bullys und anderen Sonderfarben gehört in
verantwortungsbewusste Hände. Nicht weil blau so super gefährlich ist. Es hat einen ganz anderen Grund. Nur aufgrund der Farbe werden von unseriösen Züchtern  alle blauen oder sonderfarbenen Hunde verpaart und zwar ohne Rücksicht auf andere Mängel. Hauptsache blau. Und dass darf nicht passieren. Ein seriöser Züchter hat die Grundsätze und Ethik einzuhalten. Ein blauer Bully hat ebenso tierärztliche Auswertungen  vorzuweisen, gesunde Augen, gesunde Atemorgane, gesundes Herz, gutes Gebiss, gesunde Knochen und einen gesunden Körperbau zu haben, wie ein normal gefärbter Bully. Und genau da ist das Problem. Wahrscheinlich werden viele nur wegen der Farbe alles andere außer Acht lassen.  

Übrigens: Auch beige und sandfarbene Hunde sind Dilute GenTräger. Sie tragen ebenso das gleiche dd Gen, wie die blauen Hunde. Nur weiß das kaum jemand. Manchmal leider nicht mal die Züchter dieser Farben. Diese reagieren des öfteren völlig ungläubig und verdutzt, wenn sie gerade, vollgepumt mit falscher Info aber dafür mit enormem Selbstbewusstsein meinen, man müsse sich mal wieder ihnen gegenüber wegen der Blauzucht rechtfertigen und man sie in diesem Zusammenhang freundlich darauf hinweisen, dass sie selbst (zwar völlig unwissend) eigentlich auch Hunde mit Dilute Gen züchten.

 

 "Niemand urteilt schärfer als der Ungebildete, 
er kennt weder Gründe noch Gegengründe."





Quelle: 
http://www.blackforestbulls.de